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Mit Langzeitbelichtung Fotografieren

Leuchtendes Fahrgeschäft bei Nacht an der Luzerner Herbstmesse

Die Langzeitbelichtung ist ein technisches Verfahren, bei dem der Verschluss deiner Kamera für eine längere Zeitspanne geöffnet bleibt. Dies ermöglicht es dir, Bewegungsabläufe in deinem Bildraum über den Zeitraum der Belichtung hinweg aufzuzeichnen und in einer einzigen Aufnahme abzubilden.

Präzision bei der Aufnahme

Um bei Langzeitbelichtungen ein technisch sauberes Bild ohne störendes Rauschen zu erhalten, ist die Kontrolle über den ISO-Wert zentral. Da der Sensor durch die längere Verschlusszeit intensiver arbeitet, reduziert ein niedriger ISO-Wert die Anfälligkeit für Bildstörungen in den dunkleren Bereichen deiner Aufnahme massgeblich.

Einfluss der Belichtungszeit

Die gewählte Verschlusszeit bestimmt, wie Bewegungen in deinem Motiv erfasst werden. Durch Zeiten von mindestens einer Sekunde verwandelst du flüchtige Bewegungen in eine weiche Darstellung, die den dynamischen Charakter deines Motivs statisch festhält.

Was bei der Langzeitbelichtung verändert wird

Nachtaufnahme einer Strasse in Luzern mit langbelichteten Lichtspuren auf dem Radstreifen
18 mm · f/4 · 2 s · ISO 100

Steuerung der Lichtmenge

Die Dauer der Belichtung beeinflusst direkt, wie viel Licht auf den Sensor trifft. In Kombination mit Blendenwerten von f/2 bis f/32 steuerst du den Helligkeitsumfang deines Bildes präzise.

Langzeitbelichtung eines Kettenkarussells auf einem Jahrmarkt bei Nacht
12 mm · f/18 · 1 s · ISO 500

Abbildung von Bewegungsabläufen

Durch die Verlängerung der Verschlusszeit auf mindestens eine Sekunde verschmelzen Bewegungen zu einer einheitlichen Fläche. Dies erzeugt eine visuelle Darstellung von Zeitabläufen, die bei kurzen Belichtungszeiten nicht sichtbar sind.

Lichtprojektionen in den Nachthimmel während des LiLu Lichtfestivals in Luzern.
50 mm · f/20 · 10 s · ISO 800

Minimierung von Bildrauschen

Bei der Verwendung langer Verschlusszeiten ist die Wahl eines niedrigen ISO-Werts für die Bildqualität entscheidend. Dies verhindert störendes Rauschen und hält das Bild in den Tiefen klar.

Drei konkrete Praxisbeispiele

Langzeitbelichtung von Fahrzeugspuren vor der weihnachtlich beleuchteten Kulisse der Stadt Luzern am Seebecken
22 mm · f/11 · 2.5 s · ISO 1600
Fassadenbeleuchtung des Hotels Mandarin Oriental in Luzern während des Lilu Lichtfestivals bei Nacht
27 mm · f/18 · 20 s · ISO 100
Blick über den bewegten Vierwaldstättersee gegen Abend mit Bergen im Hintergrund
7 mm · f/1.8 · 1/35 s · ISO 800

Meine wichtigsten Tipps

  1. Wähle für eine Langzeitbelichtung eine Verschlusszeit von mindestens einer Sekunde, um die Bewegungsunschärfe des Motivs einzufangen.
  2. Setze einen niedrigen ISO-Wert ein, um Bildrauschen in den dunkleren Bildbereichen bei längeren Belichtungszeiten zu vermeiden.
  3. Nutze eine Blende im Bereich von f/2 bis f/32, um die Lichtmenge an die gewählte Verschlusszeit anzupassen.

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