Story
Breathe with Pilatus der Rückzug über den Wolken
Auf dem Pilatus ist mit «Breathe with Pilatus» ein ruhiger, immersiver Ort entstanden. Die fotografische Begleitung der Installation von Annabelle Schneider zeigt einen Rückzugsraum zwischen Projektion, Klang und Stille.
Wie ich über den Wolken den Alltag hinter mir liess
Wer auf den Pilatus fährt, sucht oft Weitsicht, Bewegung oder ein Bergerlebnis. Mit der Installation Breathe with Pilatus der Künstlerin Annabelle Schneider ist dort jedoch ein Ort entstanden, der etwas anderes in den Mittelpunkt stellt: Rückzug, Stille und den Fokus nach innen.
Ich liege auf dem Rücken. Über mir bewegen sich Videoprojektionen über die Wände der weichen Wolke. Draussen kann der Bergwind pfeifen, doch im Innern entsteht sofort eine andere Atmosphäre. Die Musik ist ruhig, sphärisch und nimmt den Raum fast vollständig ein.
Beim ersten Besuch von Breathe with Pilatus verlor ich mein Gefühl für Zeit und Raum. Die Kombination aus bewegten Bildern, Klang und gedämpfter Umgebung schafft einen Zustand, der deutlich vom Alltag abrückt. Es ist kein klassisches Bergerlebnis, sondern ein konzentrierter Moment der Entschleunigung.
Fotografieren in einem stillen Raum
Für mich war besonders spannend, wie reduziert dieser Ort wirkt und wie stark er gleichzeitig visuell ist. Licht, Projektion, Material und Raum verändern sich ständig. Genau daraus entsteht eine Bildserie, die nicht die Aussicht vom Pilatus zeigt, sondern eine stille Erfahrung im Innern des Bergmoments.
Die fotografische Begleitung dieses Projekts war für mich eine besondere Arbeit. Nicht, weil sie laut oder spektakulär wäre, sondern weil sie Aufmerksamkeit verlangt: für Lichtverläufe, Körper im Raum, leise Bewegungen und die Wirkung der Installation.
Meine Hinweise für den Besuch
- Smartphone in der Tasche lassen: Die Installation wirkt stärker, wenn du dich nicht ablenken lässt.
- Zeit nehmen: Schliesse zu Beginn die Augen, höre auf die Musik und komme zuerst im Raum an.
- Langsam schauen: Die Projektionen verändern sich laufend. Viele Bildmomente entstehen erst mit etwas Geduld.
Transparenz
Dieser Artikel ist kein bezahlter Beitrag. Ich durfte das Projekt Breathe with Pilatus fotografisch begleiten und danke Annabelle Schneider für das Vertrauen und die Zusammenarbeit.
Manchmal fahre ich auch ohne Kamera auf den Pilatus, lasse die Technik bewusst in der Tasche und nutze die Wolke einfach als ruhigen Ort für mich.
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