Fototipps

Sonnenstern Fotografieren

Hotel Pilatus-Kulm vor Felswand mit Sonneneinstrahlung

Das Fotografieren von Sonnensternen ist eine Technik, um Lichtquellen in einer Aufnahme als sternförmige Lichtstrahlen abzubilden. Dieser Effekt entsteht durch die physikalische Interaktion des Lichts mit den Lamellen des Objektivs bei einer gezielten Wahl der Blendenöffnung.

Optische Wirkung

Die Form und Intensität des Sonnensterns werden massgeblich durch die Konstruktion der Blende und den gewählten Wert beeinflusst. Durch die bewusste Wahl kleiner Blendenöffnungen lassen sich Lichtquellen wie die Sonne oder punktuelle künstliche Lichtquellen präzise in ihre sternförmige Form transformieren.

Technische Umsetzung

Um den Effekt bei direktem Gegenlicht zu erzielen, ist eine geschlossene Blende erforderlich. Die in der Praxis verwendeten Werte liegen dabei in einem Bereich von f/16 bis f/36, wobei die genaue Ausprägung der Strahlen von der jeweiligen Brennweite und der optischen Qualität des verwendeten Objektivs abhängt.

Wie Sonnenstern Fotografieren dein Foto verändert

Steinerne Treppe auf dem Pilatus im goldenen Abendlicht
12 mm · f/20 · 1/60 s · ISO 640

Einfluss der Blendenöffnung

Eine kleine Blendenöffnung ist die Grundvoraussetzung, um den Sonnenstern-Effekt hervorzurufen. Je weiter du die Blende schliesst, desto ausgeprägter wird die sternförmige Lichtausbreitung an hellen Lichtquellen abgebildet.

Die Jesuitenkirche und Häuserfronten entlang der Reuss in Luzern während des Sonnenuntergangs.
16 mm · f/22 · 1/100 s · ISO 400

Kontrolle bei Gegenlicht

Bei direktem Gegenlicht ermöglicht eine geschlossene Blende wie f/20 oder f/22 eine klare Definition der Lichtstrahlen. Dies reduziert Streulicht und lässt die Sonne als definierte Lichtquelle im Bild erscheinen.

Blick durch das Gebälk der Kapellbrücke über die Reuss in Luzern mit einfallendem Sonnenlicht
15 mm · f/18 · 1/60 s · ISO 400

Wirkung über Brennweiten

Der Effekt lässt sich über das gesamte Spektrum von 12 mm bis 100 mm Brennweite anwenden. Die physikalische Wirkung des Sonnensterns bleibt bei konstanter Blendeneinstellung über verschiedene Brennweiten hinweg bestehen.

Drei konkrete Praxisbeispiele

Silhouette einer verzierten Laterne und des Wasserturms vor dem Sonnenuntergang in Luzern
45 mm · f/22 · 1/800 s · ISO 500
Verschneiter Nadelwald im Vordergrund mit dem sonnigen Gipfel des Pilatus im Hintergrund
45 mm · f/18 · 1/250 s · ISO 500
Eine Glaskugel liegt auf dem Kopfsteinpflaster einer dunklen Gasse in der Luzerner Altstadt bei Nacht
15 mm · f/22 · 30 s · ISO 200

Meine wichtigsten Tipps

  1. Verwende eine kleine Blendenöffnung (hohe Blendenzahl), um Lichtquellen gezielt in einen Sonnenstern zu verwandeln.
  2. Wähle für einen ausgeprägten Sonnenstern bei direktem Gegenlicht eine geschlossene Blende zwischen f/16 und f/22.
  3. Beachte, dass die Qualität des Sonnensterns massgeblich von der physikalischen Beschaffenheit deiner Blendenlamellen abhängt.

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