Rigi Lichtfestival 2026
Es gibt diese Momente, in denen sich die gewohnte Welt komplett verwandelt. Normalerweise kenne ich die Rigi als Ort der Weite, des Panoramas und der spektakulären Sonnenuntergänge. Doch letztens war alles anders.
Kontraste! Lichtkunst trifft auf Fels
Es ist ein surrealer Kontrast! Die raue Natur der Felsen und die moderne, fast flüssig wirkende Lichtkunst, die über die Fassaden der Chalets und die Kapelle tanzt. Besonders der Dorfplatz wirkte wie eine Bühne. Die Projektionen haben die Architektur komplett aufgelöst und neu zusammengesetzt.
Mein Rundgang
Ich bin durch die Installationen spaziert, immer begleitet von Licht, vorbei an den leuchtenden LILU-Buchstaben, die eine Brücke zum Lichtfestival Luzern schlagen. Es ist faszinierend, wie Licht die Wahrnehmung von Raum und Temperatur verändert. Trotz der Kälte wirkte alles warm, lebendig und irgendwie magisch. Ein Highlight für mich war der Blick den Hang hinauf, eine schnurgerade Linie aus pinken Lichtern zog sich durch den dunklen Tannenwald den schneebedeckten Hügel hinauf. Es sah aus wie eine Landebahn für Ausserirdische mitten in der Innerschweiz.
Das war nur eine kleine Bildauswahl. Ich habe in dieser Nacht noch viele weitere Winkel, Lichtspiele und Details eingefangen, die hier den Rahmen sprengen würden. Wenn du die komplette visuelle Reise von Rigi Kaltbad bis Kulm sehen möchtest, habe ich alle Bilder in der Galerie für dich zusammengestellt.
👉 Hier geht es zur Galerie: Rigi Lichtfestival 2026
Was dich am Rigi Lichtfestival 2026 erwartet
Wenn du dich fragst, ob sich die Fahrt mit der Zahnradbahn wirklich lohnt: Ja, absolut.
Aber stell dich darauf ein, dass es kein gewöhnlicher Abendspaziergang ist. Das Festivalgelände erstreckt sich primär rund um Rigi Kaltbad und zieht sich teilweise bis Richtung Rigi First.
Das erwartet dich dieses Jahr:
- Der Kontrast: Es ist dieses Zusammenspiel aus der absoluten Stille des Berges und der dynamischen Lichtkunst. Während unten im Tal das Lichtermeer von Luzern flimmert, stehst du oben direkt im Licht.
- Die Route: Der Weg ist präpariert und einfach zu begehen (auch ohne schwere Bergschuhe, solange sie warm sind!). Du spazierst an beleuchteten Felswänden, der ikonischen Felsenkapelle und diversen Chalets vorbei, die als Leinwand dienen.
- Die Kunst: Anders als bei manchen Stadtfestivals, wo es oft «laut und blinkend» zugeht, empfand ich die Installationen auf der Rigi als sehr respektvoll gegenüber der Natur. Sie nutzen die Umgebung, den Schnee, die Tannen, das Holz und übermalen sie nicht einfach nur.
Meine Kamera-Settings. So gelingen dir die Nachtaufnahmen
Welche Einstellungen hast du genutzt?
Anders als bei statischer Architekturfotografie (wo man oft mit Blende 8 und ISO 100 arbeitet), muss man hier etwas mutiger sein, um die Struktur der Lichtprojektionen einzufangen
Blende: Ich habe sehr offenblendig fotografiert, meist zwischen f/2 und f/4. Das lässt viel Licht rein und stellt das Motiv schön frei.
ISO: Da sich die Projektionen oft bewegen, darf die Belichtungszeit nicht zu lang sein, sonst verwischen die Muster. Deshalb bin ich mit der ISO (je nach Rauschverhalten der Kamera) auch mal hoch auf ISO 800 bis 1000.
Belichtungszeit: Variabel. Das Ziel ist es, die Lichtkunst «einzufrieren», damit die Farben und Formen klar bleiben und nicht ausbrennen.
Welches Equipment ist Pflicht?
Ein Stativ ist für mich unverzichtbar. Auch wenn moderne Kameras gute Stabilisatoren haben: Für saubere Bildkompositionen und Schärfe in der Nacht geht nichts über einen festen Stand. Pack zudem dünne Handschuhe ein, mit denen du die Knöpfe bedienen kannst
Wie machst du das mit dem Fokus?
Der Autofokus pumpt im Dunkeln oft hilflos hin und her. Mein Tipp: Fokussiere auf eine helle, kontrastreiche Kante (z.B. den Rand einer beleuchteten Projektion) und schalte dann den Autofokus aus (auf MF), damit sich nichts mehr verstellt.
Und der Weissabgleich?
Das ist die Kür. Da die LEDs ständig die Farbe wechseln, spielt der automatische Weissabgleich oft verrückt.
Mein Hack: Ich stelle ihn oft fest ein (z.B. auf einen kühlen Wert oder Tageslicht), um eine konsistente Basis zu haben. Besonders beim «blauen Eis-Haus» wollte ich das kühle Blau erhalten und habe vermieden, dass die Kamera das Bild automatisch «wärmer» korrigiert.
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Transparenz: Dieser Beitrag ist keine bezahlte Kooperation. Er basiert auf meiner persönlichen Erfahrung und Begeisterung als Fotograf. Ich empfehle nur, wovon ich zu 100 % überzeugt bin.










